Privatinsolvenz: Die Chance auf einen finanziellen Neustart!

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DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK
  • In Deutschland spricht man nicht gern über eine Privatinsolvenz. Sie ist somit ein Tabuthema, ähnlich wie Alkoholsucht oder häusliche Gewalt.
  • Andere Länder gehen deutlich entspannter mit dem Thema um. Das würde der Gesellschaft hierzulande auch gut zu Gesicht stehen.
  • Scheitern lässt sich im Leben kaum vermeiden. Häufig sind die „Gescheiterten“ am Ende die Gewinner, da sie aus ihren Fehlern gelernt haben.
  • Ein Insolvenzverfahren hat viele Vorteile und ermöglicht Privatpersonen einen finanziellen Neustart. Diese Chance gibt es nicht in allen Ländern der Erde.
  • Jeder kann in eine finanzielle Schieflage geraten. Daher sollten sich Außenstehende den „erhobenen Zeigefinger“ sparen.

PROLOG

Die Privatinsolvenz ist in der deutschen Gesellschaft ein Tabuthema und hat ein schlechtes Image. In anderen Ländern ist das nicht der Fall. Menschen, die beispielsweise in den USA „pleite gehen“, werden – anders als in Deutschland – nicht sofort als „Versager“ stigmatisiert. Hierzulande scheint es vielen Außenstehenden leider sogar Vergnügen zu bereiten, wenn andere mit ihren Finanzen nicht mehr zurechtkommen. Das gilt insbesondere, wenn es sich um Prominente wie z.B. Boris Becker handelt.

Mit unserem Plädoyer möchte ich dazu beitragen, dass man die Privatinsolvenz als das begreift, was sie ist:

Eine große Chance auf Schuldenfreiheit und ein leichteres Leben!

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Was Sie nicht vergessen sollten, wenn Sie sich mit dem Thema Privatinsolvenz beschäftigen, ist die Tatsache, dass es in vielen Ländern gar keine vergleichbare Möglichkeit gibt. Dort bleiben die Menschen einfach auf ihrem Schuldenberg sitzen. Und das mit teils fatalen Folgen …

1. WAS IST DIE PRIVATINSOLVENZ?

Wenn private Verbraucher (natürliche Personen) nicht mehr in der Lage sind, ihre Rechnungen für einen längeren Zeitraum fristgerecht zu bezahlen, gelten sie als zahlungsunfähig. Scheitert dann auch noch eine Einigung mit den Gläubigern, bietet eine Privatinsolvenz die Chance, sich innerhalb von drei bis sechs Jahren von seinen Schulden zu befreien.

Die sogenannte Restschuldbefreiung wird jedoch nur erteilt, wenn sich der Schuldner „wohl verhält“, sich in der Wohlverhaltensphase also an bestimmte Spielregeln hält und seine Pflichten (Obliegenheiten) nicht verletzt. Zu diesen Obliegenheiten gehören:

  • Abgabe des pfändbaren Einkommens an den Treuhänder (keinesfalls Zahlungen an einzelne Gläubiger).
  • Meldung an den Treuhänder bei Umzug oder Arbeitsplatzwechsel.
  • Bei Arbeitslosigkeit: Suche nach einem angemessenen Job.
  • Bei einer Erbschaft: Abgabe des halben Erbschaftsvermögens

Wichtig zu wissen ist, dass das Existenzminimum in der Insolvenzphase dank Pfändungsfreibeträgen gesichert ist. Die Privatinsolvenz (oder Verbraucherinsolvenz) ist eine vereinfachte Variante des allgemeinen Insolvenzverfahrens (Regelinsolvenz) . Sie ist seit der Einführung der Insolvenzordnung im Jahre 1999 möglich. Mittlerweile haben mehr als eine Million überschuldete Personen eine Privatinsolvenz durchlaufen.

1.1. GUT ZU WISSEN: FÜR WEN GILT DIE PRIVATINSOLVENZ?

Wenn Sie noch nie selbständig waren, fallen Sie automatisch unter die Kategorie Verbraucherinsolvenz. Das gleiche gilt, wenn Sie einmal selbständig waren, bei weniger als 20 Gläubigern Schulden haben (überschaubare Vermögensverhältnisse) UND keine offenen Forderungen von ehemaligen Mitarbeitern mehr bestehen.

Bestehen noch Forderungen aus Arbeitsverhältnissen UND / ODER Sie stehen bei mehr als 19 Gläubigern in der Kreide, können bzw. müssen Sie am allgemeinen Insolvenzverfahren (Regelinsolvenz) teilnehmen. Und wenn Sie selbständig sind, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Regelinsolvenz zu beantragen.

Juristische Personen wie z.B. eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), eine AG (Aktiengesellschaft) oder eine UG (Unternehmergesellschaft) fallen unter die klassische Unternehmensinsolvenz.

Grafik: Für wen gilt die Privatinsolvenz? Abgrenzung zum allgemeinen Insolvenzverfahren (Regelinsolvenz).

2. Wie kann man eine Privatinsolvenz vermeiden?

Ich möchte zwar die vielen positiven Seiten der Privatinsolvenz betonen, sie aber nicht glorifizieren. Selbstverständlich ist es immer der bessere Weg, wenn sich Schuldner außergerichtlich mit ihren Gläubigern einigen. Schließlich sind die Jahre in der Insolvenz kein „Zuckerschlecken“. Außerdem ist der Schuldner i.d.R. schneller schuldenfrei und spart sich die Kosten für das Gericht, den Treuhänder und ggf. für die Beratung.

Der Versuch einer Lösung ist übrigens zwingend notwendig und neben der (drohenden) Zahlungsunfähigkeit die wichtigste Voraussetzung, um einen Insolvenzantrag zu stellen. Es wird ein Schuldenbereinigungsplan erstellt, dem ALLE Gläubiger zustimmen müssen. Alle Gläubiger müssen demnach damit einverstanden sein, auf einen Teil der Rückzahlung zu verzichten.

2.1. Gut zu wissen: Ablauf einer Privatinsolvenz

Wenn das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren nicht geklappt hat, muss der Versuch gem. §305 InsO von einer „geeigneten Person“ bescheinigt werden. Eine geeignete Person ist z.B. eine öffentliche Schuldnerberatungsstelle oder ein Rechtsanwalt / Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Das Insolvenzgericht prüft nun, ob ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren erfolgreich sein könnte. Das ist nur selten der Fall, da ein Sinneswandel, vor allem beim Hauptgläubiger, meistens nicht zu erwarten ist. In den meisten Fällen eröffnet das Gericht das Insolvenzverfahren. Für den Insolvenzantrag müssen übrigens knapp 50 Seiten an Vordrucken eingereicht werden.

War der Antrag erfolgreich, wird das Verfahren auf der Website Insolvenzbekanntmachungen.de veröffentlicht. Nun wird ein Treuhänder bestimmt, der versucht, die noch vorhandenen Vermögenswerte zu Geld zu machen.

Danach beginnt die Wohlverhaltensphase, in der man den pfändbaren Teil des Einkommens gem. Pfändungstabelle an den Treuhänder abführt. Kommt der Insolvenzler seinen Pflichten nach, erteilt das Insolvenzgericht nach spätestens 6 Jahren die Restschuldbefreiung, also die Befreiung von allen restlichen Schulden (außer wenn es sich um Geldstrafen oder Unterhaltsschulden o.ä. handelt). Der finanzielle Neustart kann beginnen!

3. Warum ist die Insolvenz ein Tabuthema?

Weil eine Insolvenz in den Köpfen eng verknüpft mit dem Wort Scheitern ist. Davor haben die meisten Menschen eine gehörige Portion Angst. Scheitern ist das Gegenteil von Erfolg. Und wer in unserer Leistungsgesellschaft nicht erfolgreich ist, wird schnell an ihren Rand gedrängt.

Das Scheitern im Umgang mit den eigenen Finanzen gesellt sich zu anderen „typisch deutschen“ Tabuthemen, die selten offen diskutiert werden:

  • Süchte, z.B. Alkoholsucht oder Spielsucht
  • Häusliche Gewalt
  • Analphabetismus
  • Bestimmte Gesundheitsthemen, z.B. psychische Leiden
  • Lohn & Gehalt

Ähnlich wie bei Alkoholsüchtigen gibt es für Menschen, die von einer Insolvenz betroffen sind, eine Selbsthilfegruppe, die Anonymen Insolvenzler. Laut Website suchen und finden dort viele Menschen in Gesprächskreisen und über eine Insolvenz-Hotline dankenswerterweise vielfältige Unterstützung.

Wenn man realisiert hat, dass man gescheitert und „das Kind in den Brunnen“ gefallen ist, mutiert die Angst zur Scham. Und wer sich schämt, hat größere Probleme, wieder aufzustehen.

Wie man das Scheitern einordnet, ist vor allem kulturell bedingt. Während eine unternehmerische Bruchlandung in den USA als wertvolle Erfahrung eingestuft wird, gehen Japaner in einer solchen Situation davon aus, dass sich der Betroffene nicht genügend angestrengt hat. Das bedeutet aber nicht, dass das Know-How fehlt.

In Deutschland verhält sich das anders: Wer scheitert, KANN es einfach nicht! Ich finde das bedauerlich und halte es für notwendig, dieses Paradigma zu überwinden. Vielleicht ist es gar nicht so schwer, denn schließlich gehört der Satz „Aus Fehlern lernt man.“ auch bei uns zu den populärsten Weisheiten …

3.1. Gut zu wissen: Umgang mit dem Scheitern



Ich habe auf Vimeo diese interessante NZZ-Dokumentation mit dem Titel „Scheitern – Das große Tabu“ gefunden, die perfekt zum Thema passt (Laufzeit: 29 Minuten).

4. Finanzielle Probleme können jeden treffen

Wer mit dem Finger auf Menschen zeigt, die mit ihren (Geld)Problemen nicht klarkommen, sollte nicht überheblich sein. Früher oder später könnte es ihm genauso gehen. Schiefe Blicke und abschätzige Bemerkungen sind also völlig fehl am Platz!

Während einige sehenden Auges ins Unglück rennen, reicht bei anderen eine Verkettung unglücklicher Umstände. Nicht jeder hat über seine Verhältnisse gelebt und sich ein Luxusleben gegönnt, das er sich überhaupt nicht leisten kann.

Da ist der Handwerker, der immer gute Arbeit leistet, aber seine Mitarbeiter nicht mehr bezahlen kann, weil sein Großkunde vor der Pleite steht. Da ist der ältere Herr, dem gekündigt wurde und der nicht mehr in der Lage ist, seine Fixkosten zu zahlen. Da ist die Frau, deren Mann verstorben ist und die jetzt mit den Kosten für das neu gebaute Haus überfordert ist. Auch viele Alleinerziehende haben häufig Geldsorgen.

4.1. Gut zu wissen: Ursachen für Zahlungsunfähigkeit privater Haushalte

Laut Statista war Arbeitslosigkeit im Jahre 2018 die häufigste Ursache von Überschuldung.

Krankheit, Sucht, Unfälle, Scheidung und unwirtschaftliche Haushaltsführung folgen in der Statistik auf den nächsten Plätzen. Zudem führt eine gescheiterte Selbständigkeit oft dazu, dass es bei privaten Verbrauchern zu massiven Zahlungsproblemen kommt.

Zu den sonstigen Gründen für eine Zahlungsunfähigkeit gehören u.a. ein (langfristig) niedriges Einkommen, unterschätzte Kosten für Kredite, hohe Zinsen für einen Dispo-Kredit und unerwartete Wertverluste. Auch das Motto „Kaufe jetzt, zahle später“ kann für viele Privathaushalte zum Verhängnis werden.

„Kredite ohne Schufa“ oder ähnlich unseriöse Angebote bieten dann meistens keinen Ausweg, sondern verschärfen die Situation abermals.
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5. Die Privatinsolvenz ist nicht das Ende

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“

(Hermann Hesse)

Dieses häufig verwendete Zitat aus einem Gedicht von Hermann Hesse (Stufen) passt auch – und gerade – für die Überwindung finanzieller Probleme. Sicherlich ist es schmerzhaft sich einzugestehen, dass man mit seinem Latein am Ende ist. Hier sollte man jedoch unbedingt weitere weise Worte beherzigen: „Geld ist nicht alles!“

Viele Menschen haben Existenzängste und können sich gar nicht vorstellen, wie es weitergehen soll. Genau dann ist das Instrument der Privatinsolvenz quasi Gold wert. Einerseits bleibt dem Schuldner genügend Geld, um seine Existenz abzusichern. Andererseits bekommt er Zeit, um endlich wieder durchzuatmen.

5.1. Gut zu wissen: FuckUp Nights

Manchmal kann es sehr hilfreich und heilsam sein, wenn man merkt, dass man nicht der einzige Gescheiterte auf der Welt ist. Die in Mexiko erfundenen FuckUp Nights haben sich zu einer globalen Bewegung entwickelt, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, eine neue Kultur des Scheiterns zu etablieren.

Unternehmer und Angestellte berichten auf Veranstaltungen davon, wie ihre Ideen und Projekte gescheitert sind. Das Publikum erfährt anhand von realen Misserfolgen, dass sich Scheitern gar nicht gänzlich vermeiden lässt und okay ist, sofern man die Chance auf einen Neuanfang nutzt.

Insbesondere Deutschland hat Nachholbedarf, wenn es um die Akzeptanz von (beruflichen) Misserfolgen geht. Zum Glück scheint es so, dass jüngere Menschen Fehlschläge eher akzeptieren.

6. Sich das eigene Scheitern eingestehen

Jeder Einzelfall hat seine spezifischen Tücken, aber generell sollte man die „Reißleine“ dann ziehen, wenn die psychische Belastung von Misserfolgen zu groß wird. Wer als privater Verbraucher Angst davor hat, seinen Briefkasten zu leeren, weil er Mahnungen und Vollstreckungsbescheide vermutet, sollte sich spätestens dann um professionelle Hilfe bemühen. Viele Schuldner berichten davon, dass bereits das erste Gespräch mit einem Experten dafür sorgte, dass der Druck nachließ.

„Ich habe in meiner Karriere mehr als 900 Würfe nicht getroffen. Ich habe fast 300 Spiele verloren. 26 mal haben spielentscheidende Würfe den Korb verfehlt. Ich bin in meinem Leben immer wieder gescheitert … Und nur darum bin ich heute erfolgreich.“

(Zitat von Michael Jordan, eigene Übersetzung)

Selbst die erfolgreichsten Menschen müssen sich eingestehen, dass ein Leben ohne Fehler bzw. Scheitern nicht möglich ist. Die Kunst ist es, am Scheitern zu wachsen!

6.1. Gut zu wissen: Schneller schuldenfrei werden

Seit der Insolvenzrechtsreform 2014 ist es möglich, bereits nach fünf oder drei Jahren die Restschuldbefreiung zu erlangen. Aktuell sind die Hürden jedoch noch sehr hoch. Eine Verkürzung auf drei Jahre schaffen nur die wenigsten.

Laut einer EU-Richtlinie soll die Dauer von Unternehmensinsolvenzen generell auf drei Jahre gekürzt werden. Die deutsche Justizministerin Christine Lambrecht gehört zu den Experten, die das auch als maximale Dauer auch für Privatinsolvenzen befürworten.

7. Die vielen Vorteile einer Privatinsolvenz

Man muss die Privatinsolvenz vielleicht nicht gleich lieben (wie Linda von MyMoneyMind vorschlägt), aber man sollte schon wertschätzen, dass es die Möglichkeit überhaupt gibt.

Hier habe ich alle Vorteile aufgelistet, die mir eingefallen sind:

  1. Man ist die Schulden bald los! Wer eine Privatinsolvenz anmeldet, sitzt meist auf einem sehr hohen Schuldenberg. Im Durchschnitt haben Menschen bei Insolvenzantrag Schulden in Höhe von ca. 30.000,-€. Den auf eigene Faust abzubauen, würde wahrscheinlich eine gefühlte Ewigkeit dauern.
  2. Sobald das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, genießt man Pfändungsschutz, d.h. ab diesem Zeitpunkt sind direkte Pfändungen durch Gläubiger und Besuche vom Gerichtsvollzieher verboten.
  3. Egal wie hoch die Schuldensumme ist, das Existenzminimum ist durch Pfändungsfreigrenzen gesichert.
  4. Sie müssen nicht mehr direkt mit Ihren Gläubigern kommunizieren und müssen auch keine Angst mehr vor unerfreulichen Briefen haben.
  5. Sie wissen genau, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben sind. Das finanzielle Chaos lichtet sich. Sie gewinnen Selbstbestimmtheit und Selbstbewusstsein zurück. So etwas wie „finanzielle Normalität“ kehrt in Ihren Alltag zurück.
  6. Sie lernen, besser mit Geld umzugehen. Vielleicht schaffen Sie es sogar, ein Haushaltsbuch zu führen!? Im Idealfall ändern Sie Ihre Einstellung zum Geld und lernen die schönen Seiten des Lebens kennen, die tatsächlich kostenlos sind. Ein Waldspaziergang kann Wunder bewirken …
  7. Wenn Sie in der Insolvenz sind, dürfen Sie unnötige Verträge sofort kündigen und müssen die Kündigungsfrist nicht beachten. Ein Insolvenzverfahren ist dahingehend eine Art Sonderkündigungsrecht. So können Sie sich schnell Kosten einsparen.
  8. Der Vermieter darf Ihnen nicht kündigen, wenn Sie in der Verbraucherinsolvenz sind.
  9. Sie werden kritischer beim Umgang mit Verträgen und geben Ihre Unterschrift nicht „blind“ her.
  10. Sie vermeiden neue Schulden, denn wenn doch, riskieren Sie die Restschuldbefreiung. Falls es finanziell ganz eng ist, sollten Sie Freunde und Familie um einen kleinen Betrag bitten. Lassen Sie sich niemals auf Kredithaie ein.
  11. Not macht erfinderisch … Wenn etwas kaputt geht, müssen Sie ggf. günstige Alternativen suchen. In fast jeder größeren Stadt gibt es mittlerweile Repair Cafés. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern tun auch etwas für die Umwelt.
  12. Sie treffen Entscheidungen bewusster und überlegen zweimal, ob eine Investition jetzt – oder überhaupt – sein muss.
  13. Andere schaffen es auch! Die meisten Insolvenzler erreichen die Restschuldbefreiung und freuen sich auf den finanziellen Neuanfang.
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7.1. Gut zu wissen: Nachteile einer Privatinsolvenz

Sie dürfen „nur“ den pfändungsfreien Teil Ihres Einkommens behalten und müssen während der Insolvenzphase mit einigen Einschränkungen leben.

Sofern Sie Ihr Auto nicht unbedingt benötigen, fällt es in die Insolvenzmasse. Aufgrund des negativen Schufa-Eintrags wird es deutlich schwerer, Ratenkredite aufzunehmen, Verträge abzuschließen oder eine neue Wohnung zu finden.

Ihr Arbeitgeber wird darüber informiert, dass Sie insolvent sind. Auch Dritte können das recht leicht herausfinden. Generell erfordert die Privatinsolvenz Selbstdisziplin und dauert mit max. sechs Jahren (noch) ziemlich lange.

8. Fazit

Es würde der deutschen Gesellschaft enorm weiterhelfen, den Umgang mit dem Thema Privatinsolvenz, und mit dem Scheitern an sich, zu lockern.

Aufstehen, nach vorne schauen, neue Träume entwickeln und Positives zu betonen ist sehr viel besser als über begangene Fehler zu grübeln und Trübsal zu blasen.

Und da der Text bereits mit einigen Zitaten gespickt ist, soll er auch mit einem enden:

„Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“

(Dietrich Bonhoeffer)

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