Die Schuldensituation in Baden-Württemberg: zweitbester Wert bundesweit
Baden-Württemberg gehört bei der Überschuldung zu den stabilsten Ländern der Republik. 6,88 Prozent der Erwachsenen gelten als überschuldet – der zweitniedrigste Wert nach Bayern. Damit liegt das Land deutlich unter dem Bundesschnitt von 8,16 Prozent. In absoluten Zahlen sind rund 640.000 Menschen betroffen.
2025 zog die Quote leicht an, um 0,14 Punkte. Das passt zum bundesweiten Bild, in dem die Überschuldung erstmals seit 2018 wieder spürbar gestiegen ist – die gute Ausgangsposition des Landes ändert das aber nicht.
Woran liegt's – und was heißt das für Betroffene?
Hinter den Zahlen stehen selten Leichtsinn, sondern Lebensereignisse: Krankheit, Trennung, Jobverlust oder ein dauerhaft niedriges Einkommen. Überschuldung ist kein persönliches Versagen, und Hilfe zu holen ist der normalste Schritt der Welt. Die anerkannten Beratungsstellen im Land sind kostenlos und vertraulich – und je früher man kommt, desto mehr Spielraum bleibt.
Baden-Württemberg im Bundesvergleich
Mit 6,88 Prozent belegt das Land hinter Bayern den zweiten Platz im Länderranking und liegt klar unter dem Bundeswert. Seit 2004 ist die Quote um 0,62 Prozentpunkte gesunken – ein moderater, aber beständiger Rückgang auf ohnehin niedrigem Niveau.
Quelle: SchuldnerAtlas Deutschland 2025, Creditreform.