Überschuldung ist meist ein schleichender Prozess: Am Anfang stehen oft ein Einkommensverlust oder unerwartete Ausgaben. Dann werden Rechnungen geschoben, der Dispo wird zur Dauerlösung, und irgendwann werden neue Schulden gemacht, um alte zu bedienen.
Wichtig ist die Abgrenzung:
- Verschuldet ist, wer Kredite hat, sie aber zuverlässig bedienen kann.
- Überschuldet ist, wer seine Verpflichtungen auf absehbare Zeit nicht mehr erfüllen kann – auch nach Streichung aller entbehrlichen Ausgaben.
Überschuldung ist kein Randphänomen: Rund 5,67 Millionen Menschen in Deutschland gelten als überschuldet (SchuldnerAtlas 2025) – meist ausgelöst durch Krankheit, Jobverlust oder Trennung.
Der wichtigste erste Schritt ist die ehrliche Bestandsaufnahme: alle Gläubiger, alle Beträge, ein realistischer Haushaltsplan. Eine erste Einschätzung Ihrer Lage liefert die Schulden-Ampel – anonym und in einer Minute.
Mehr zum Thema: Ratgeber Teil 1: Schulden & Überschuldung